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In eigener Sache · Stand 11. Oktober 2026

So rechnet die Himmelszeile. Woher jede Zahl kommt.

Sonne, Mond, Planeten, Sterne, Dämmerung und Finsternisse sind berechnet. Wolken, Polarlicht und Sternschnuppen kommen aus genannten Quellen: vom Deutschen Wetterdienst, von der NOAA und von den Meteor-Organisationen IMO und AMS. Hier steht, wie gerechnet wird, wie genau das ist und wo die Grenzen liegen.

Wie tief die Sonne steht

Sonnenhöhe in Grad · links Tag, rechts Nacht
  1. 0°SonnenuntergangDer obere Rand der Sonne verschwindet hinter einem freien Horizont.
  2. −6°Bürgerliche Dämmerung endetOhne Licht lesen geht nicht mehr; die hellsten Sterne und Planeten sind da.
  3. −12°Nautische Dämmerung endetDer Horizont verschwindet, die meisten Sterne sind da. Ab hier zählt die klare Zeit der Nacht.
  4. −18°Astronomisch dunkelSo dunkel, wie der Himmel wird – Milchstraße und schwache Nebel.

Wie bewölkt der Himmel ist

Vorhersage des Deutschen Wetterdienstes · drei Stufen
  1. bis 20 %klarAlle Wolken zusammen bedecken höchstens 20 % des Himmels – auch hohe Schleier zählen.
  2. bis 6/8teils bewölktTiefe und mittelhohe Wolken bedecken höchstens 6/8 – es bleiben Lücken.
  3. über 6/8bedecktTiefe und mittelhohe Wolken schließen den Himmel fast oder ganz.

Sonne und Mond

Stand, Aufgang und Untergang von Sonne, Mond und Planeten rechnet die Himmelszeile mit der Bibliothek astronomy-engine von Don Cross (MIT-Lizenz) – für den gewählten Ort, so wie man den Himmel von dort aus sieht. Aufgang heißt: Der obere Rand der Scheibe taucht über einem freien Horizont auf, Untergang: er verschwindet. Die Brechung des Lichts in der Luft ist mit dem üblichen Wert von 34 Bogenminuten eingerechnet; das tatsächliche Wetter verändert sie ein wenig. Berge, Häuser und die Höhe des Standorts gehen nicht ein – hinter einem Hügel verschwindet die Sonne früher.

Goldene und blaue Stunde sind keine amtlichen Größen. Die Himmelszeile rechnet wie viele Foto-Apps mit der Sonnenhöhe: goldene Stunde zwischen +6° und −4°, blaue Stunde zwischen −4° und −6°.

Neumond, Vollmond und die Viertel sind Zeitpunkte: Der Mond steht dann, von der Erde aus gesehen und entlang der Ekliptik gemessen, in derselben Richtung wie die Sonne (Neumond), ihr gegenüber (Vollmond) oder im rechten Winkel zu ihr (Viertel). Sie gelten überall gleichzeitig; die Seiten nennen sie in deutscher Zeit. Einen „Supermond“ legt die Himmelszeile nicht über eine Kilometergrenze fest, sondern nennt so den Vollmond, der der Erde in den nächsten zwölf Monaten am nächsten kommt (Supermond).

Dämmerung und Dunkelheit

Die Dämmerung richtet sich nach der Höhe des Sonnenmittelpunkts unter dem Horizont, ohne Lichtbrechung gerechnet: Die bürgerliche endet bei −6°, die nautische bei −12°, die astronomische bei −18°. „Astronomisch dunkel“ heißt auf jeder Seite: Die Sonne steht mindestens 18° unter dem Horizont. In den Nächten um Mittsommer sinkt sie im Norden Deutschlands nicht so tief – dann sagt die Seite, dass es nicht ganz dunkel wird.

Die Nacht auf der Startseite und auf den Nachthimmel-Seiten der Orte reicht von 18 bis 8 Uhr und wird alle fünf Minuten durchgerechnet. Als klare Zeit zählt nur, was nach dem Ende der nautischen Dämmerung liegt – dann sind die meisten Sterne da. „Klar“ heißt eine Nacht, wenn es darin mindestens 30 Minuten am Stück dunkel und klar ist; „teils bewölkt“, wenn die tiefen und mittelhohen Wolken mindestens eine Stunde (60 Minuten) am Stück Lücken lassen; sonst „bedeckt“.

Mondlicht

Der Mond hellt den Himmel auf – umso mehr, je höher er steht und je voller er ist, und nur, wenn es überhaupt dunkel ist. Als „zu hell“ gilt er, wenn er im besten Fenster der Nacht mindestens die Hälfte der Zeit über dem Horizont steht und dabei im Mittel zu mindestens 40 % beleuchtet ist. Diese Grenze ist eine eigene Festlegung der Himmelszeile.

Wolken: die Vorhersage des Deutschen Wetterdienstes

Die Bewölkung kommt aus MOSMIX, der Stationsvorhersage des Deutschen Wetterdienstes (DWD Open Data): Stunde für Stunde, rund zehn Tage weit, von der Vorhersagestation, die dem Ort am nächsten liegt – höchstens 60 km entfernt. Liegt keine Station so nah, nennt die Seite keine Wolken. Zwischen zwei Stundenwerten geht die Bewölkung gleichmäßig vom einen zum anderen über. Jede Station wird höchstens alle 30 Minuten neu abgerufen.

Die drei Stufen im Bild oben folgen dem Wetterlexikon des DWD („Gesamtbedeckungsgrad“): Dort zählen für „wolkig“ und „bedeckt“ nur die tiefen und mittelhohen Wolken, hohe Eiswolken machen den Himmel nie „bedeckt“. „Teils bewölkt“ reicht deshalb bis 6/8 tiefer und mittelhoher Wolken, der Obergrenze von „wolkig“ beim DWD. „Klar“ ist strenger als „heiter“ beim DWD (bis 3/8): höchstens 20 % aller Wolken zusammen, weil für Sterne und Milchstraße auch hohe Schleier stören – das ist eine eigene Festlegung. Die Vorhersage nennt die Wolkenschichten einzeln, nicht, wie sie sich überdecken; die Himmelszeile nimmt an, dass sich tiefe und mittelhohe Wolken zufällig überdecken. DWD-Wetterlexikon: Gesamtbedeckungsgrad

Planeten

Ein Planet gilt als zu sehen, wenn er in der dunklen Zeit (Sonne mehr als 6° unter dem Horizont) mindestens 10° über dem Horizont steht.

Finsternisse

Sonnen- und Mondfinsternisse rechnet die Himmelszeile mit astronomy-engine für die Mitte Deutschlands (51,2° N, 10,5° O); in anderen Orten Deutschlands verschieben sich die Zeiten um wenige Minuten. Bei einer Sonnenfinsternis nennt die Seite, wie viel der Sonnenscheibe der Mond zum Maximum bedeckt; eine Mondfinsternis ist zu sehen, solange der Mond über dem Horizont steht. Vergangene Finsternisse bleiben als Rückblick stehen (Finsternisse).

Polarlicht

Für Polarlicht nutzt die Himmelszeile zwei Angebote des Space Weather Prediction Center der NOAA – es sind Daten der NOAA, keine eigenen Messungen. Für die Nacht zählt der Kp-Index in Abschnitten von drei Stunden (gemessen, von der NOAA geschätzt oder vorhergesagt). Wie weit südlich Polarlicht bei welchem Kp zu sehen ist, steht in den Space Weather Scales der NOAA: bei Kp 6 typischerweise bis 55° geomagnetischer Breite, mit jeder Kp-Stufe 5° weiter südlich. Daraus rechnet die Seite den nötigen Kp-Wert für den Ort: 6 + (55° − geomagnetische Breite) ÷ 5. Die geomagnetische Breite ergibt sich aus der Lage des geomagnetischen Pols (80,85° N, 72,76° W, NOAA NCEI). Die Chance heißt „hoch“, wenn der Kp-Wert mindestens eine Stufe über dem nötigen liegt, „mittel“ ab dem nötigen, „gering“ bis eine Stufe darunter – maßgeblich ist der höchste Kp-Wert in den dunklen Stunden der Nacht. Dunkel genug ist es ab −12°; ab 70 % Bewölkung gilt der Blick nach Norden als verdeckt.

Für jetzt liest die Himmelszeile das Modell OVATION der NOAA („Aurora – 30 Minute Forecast“), eine Vorhersage für die nächsten 30 bis 90 Minuten. Sie nimmt den Wert direkt über dem Ort und den höchsten Wert nördlich davon bis 1.000 km – so weit kann helles Polarlicht laut NOAA zu sehen sein. „Möglich“ heißt es ab 10 über dem Ort oder ab 50 im Norden. Beide Schwellen sind eigene Festlegungen; die NOAA nennt dafür keine Zahl. Ist der Stand älter als 15 Minuten, steht „Stand“ mit Uhrzeit statt „jetzt“ da. Abgerufen wird OVATION höchstens alle 5, der Kp-Index höchstens alle 15 Minuten.

Sternschnuppen

Aktivitätszeitraum, Radiant, Geschwindigkeit und die Rate zum Höhepunkt jedes Meteorstroms stammen aus dem Meteor Shower Calendar 2027 der International Meteor Organization, die Höhepunkte von Oktober bis Dezember 2026 aus dem Kalender der American Meteor Society. Eine Rate steht nur in der Nacht des Höhepunkts da, weil die Kalender nur sie belegen. Die Liste wird jedes Jahr mit dem neuen Kalender fortgeschrieben.

Sterne und Himmelsbild

Die Sterne bis zur Helligkeit 6 kommen aus der HYG-Datenbank, beim Hineinzoomen in Himmel erkunden bis 8; Nebel, Sternhaufen und Galaxien aus OpenNGC. Sternbildlinien, deutsche Namen, Milchstraße und Horizont sind eigene Darstellungen.

Genauigkeit und Grenzen

Die Rechnung ist in Tests gegen unabhängige Quellen geprüft:

Alle Uhrzeiten sind auf die volle Minute gerundet (22:49:30 wird 22:50), damit Überschrift, Tabelle und Bild dieselbe Minute zeigen – eine Tabelle, die Sekunden abschneidet, nennt deshalb manchmal eine Minute früher. Für die Beobachtung mit bloßem Auge ist das genau genug. Wolkenvorhersagen sind naturgemäß unsicher. Künstliches Licht (Lichtverschmutzung) rechnet die Himmelszeile nicht ein: In der Stadt sind weniger Sterne zu sehen, als das Bild zeigt.

Mit „Meinen Standort verwenden“ rechnet dein Browser Himmel und Zeiten selbst aus deinem Standort; an den Server geht nur der nächste Ort der Ortsliste, nie deine Koordinaten (Datenschutz).

Datenquellen und Lizenzen

Wer dahintersteht

Die Himmelszeile ist ein Angebot von headon (HEADON Kreativagentur, Lauda-Königshofen). Verantwortlich: Onur Cirakoglu, Gründer von headon (headon.pro/about). Fehler gefunden oder eine Frage zur Rechnung? hallo@headon.pro. Anschrift und Angaben nach § 5 DDG stehen im Impressum.

Stand: 11. Oktober 2026